Beitrag vom 19.03.2010, 18:32 Uhr
Am 12. März 2010 fand der zweite der "Welttag gegen Internetzensur" statt. Die Organisation "Reporter ohne Grenzen" warnt an diesem vor zunehmenden Bedrohungen der Meinungs- und Informationsfreiheit im Internet. Das Internet habe sich zu einem Ort entwickelt, an dem der Kampf um den Zugang zu freien Informationen ausgetragen werde. Reporter ohne Grenzen erklärte dazu: "Eine steigende Zahl von Staaten versucht, ihre Online-Kontrolle auszudehnen. Gleichzeitig wächst die Gruppe erfinderischer, solidarischer Internetnutzer, die gegen diese Überwachung mobil macht".
Im Kampf um die Freiheit in repressiven Regimes spiele das Internet eine immer wichtigere Rolle, betonte Reporter ohne Grenzen. Laut Reporter ohne Grenzen haben im Jahr 2009 rund 60 Staaten Zensur im Internet ausgeübt. Nie zuvor habe die Organisation eine so hohe Zahl von inhaftierten Bloggern, Internetnutzern und -dissidenten dokumentieren müssen. Von den etwa 120 Bloggern, die zurzeit weltweit inhaftiert seien, säßen allein in China 72 in Gefängnissen. Auch Vietnam und der Iran seien in den vergangenen Monaten verstärkt gegen Oppositionelle im Internet vorgegangen. Staaten wie Nordkorea, Birma, Turkmenistan und Kuba allerdings würden ihre Bürger fast vollkommen von der Netzwelt abzuschotten.